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Stufenkonzept Außenstelle Jugendstrafanstalt Pforzheim

"Im Vollzug der Jugendstrafe sollen junge Gefangene dazu erzogen werden, in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen (§ 21 JStVollG-BW)".

"Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt (Art. 1 GG)".

Der pädagogische Ansatz soll Grundlage sein, um Gefangene zu motivieren, sich positiv zu verändern, Eigenverantwortlichkeit zu übernehmen sowie eine Lebensführung von gegenseitigem Respekt und Achtung vor den Rechten der Anderen , sozial adäquate Umgangsformen und Konfliktlösungsstrategien zu erlernen.
Der erzieherische Grundgedanke soll in allen Lebensbereichen des Inhaftieren angesetzt werden, d.h. im Zusammenleben auf der Abteilung bzw. in der Wohngruppe , bei der Arbeit, in der Schule und Ausbildung und in der Freizeit. Ein sozial verträgliches Wertesystem soll vermittelt werden und im Zusammenleben für alle bindend sein.Die Jugendstrafgefangenen sind aus ihrer Vorgeschichte häufig gewohnt, ausgegrenzt zu sein und durch Fehlverhalten und Delinquenz vermeintliche Ablehnung zu kompensieren. Erfahrungen wurden vor allem mit Sanktionierungen des Problemverhaltens gemacht. Positive Verstärkung von sozial adäquatem Verhalten wurde von den Gefangenen bisher nicht oder selten erfahren.

Grundlage für unseren pädagogischen Ansatz ist ein tranparentes und möglichst objektives Bewertungssystem, in dem Fehlverhalten, positives Verhalten und Verhaltensänderungen festgehalten und dokumentiert wird.
Für den jeweiligen Insassen soll nachvollziehbar sein, wo er steht und was er tun kann,  um sich weiter zu entwickeln. Positives Verhalten und positive Verhaltensänderung werden über ein 3 - Stufensystem "belohnt".

Das Stufenkonzept gilt für alle Insassen der Außenstelle Jugendstrafanstalt Pforzheim, außer den Gefangenen der Entlassungsvorbereitungsabteilung und der Behandlungswohngruppe Längerstrafige.

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